Sommerlager 2026
Vom 1. bis zum 15. August ging es für uns diesen Sommer mal wieder gemeinsam als ganzer Stamm auf Fahrt – dieses Mal nach Usedom. Mit dem Reisebus reisten rund 35 Gruppenkinder und 15 Leiter*innen an die Ostsee, wo wir für zwei Wochen unser Lager auf einem Zeltplatz an der Boddenseite der Insel aufschlugen – mit Wasser direkt vor der Nase und, wie sich schnell herausstellte, richtig gutem Blick nach oben: Über die gesamten zwei Wochen hatten wir fast durchgehend klare Sicht und wurden abends mit einem traumhaften Sternenhimmel belohnt, unter dem sich so mancher Lagerabend erst so richtig entspannt hat ausklingen lassen. Ein echtes Highlight am Himmel gab es obendrein: Gemeinsam konnten wir eine Sonnenfinsternis beobachten, die für einen der eindrücklichsten Momente des ganzen Lagers sorgte.
Das große Thema des Lagers: Zauberei. Die Kinder arbeiteten während des gesamten Programms an ihrer Aufnahme in die Zauberschule und traten dafür immer wieder in ihren Zauberhäusern gegeneinander oder gemeinsam an. Auch wir Leitende sind vollständig in die Welt der Zauberschule eingetaucht und haben das Lager über in verschiedenen Rollen als Professor*innen der Schule mitgewirkt – was dem gesamten Programm eine ganz eigene, stimmige Atmosphäre gegeben hat.
Gleich nach dem Zeltaufbau gab es erst einmal Zeit in den einzelnen Altersstufen, um anzukommen und sich einzugewöhnen, bevor es richtig losging.
Jeder unserer Lagertage begann und endete dabei auf dieselbe schöne Art: mit einer Morgen- und einer Abendrunde, in der wir einen kurzen spirituellen Impuls mit auf den Weg bekamen und gemeinsam ein Lied gesungen haben – ein ruhiger Rahmen für den turbulenten Zaubertag dazwischen. In der Mitte des Lagers stand außerdem ein ganz besonderer Programmpunkt an: unser Sommerlager-Gottesdienst. In Kluft haben wir Kirche mitten auf dem Lagerplatz gefeiert und dabei, ganz im Sinne unseres Zauberschul-Themas, Kirche auf beinahe magische Weise erlebt.
Eines der Programmhighlights war das große Planspiel: In ihren Häusern mussten sich die GrumisMaterialien verdienen und konnten untereinander handeln. Mit den ergatterten Materialien ließen sich Zaubersprüche kaufen – und am Ende traten die Häuser mit ihren unterschiedlich starken Zaubersprüchen gegeneinander an.
Nicht weniger spannend war unser großes Geländespiel im Wald: Auf einer großzügigen Fläche mussten die Häuser einander gegenseitig Materialien stibitzen, ohne selbst erwischt zu werden. Aus den erbeuteten Zutaten konnten die Gruppenkinder anschließend eigene Tränke brauen – Diebstahl, Taktik und ein bisschen Zaubertrankkunde in einem Spiel vereint.
Auch die Nala durfte natürlich nicht fehlen: In der Nacht waren die Häuser unterwegs, um an verschiedenen Stationen den Schutzzauber der Schule wiederherzustellen.
Das wichtigste Ereignis des Lagers war wie immer das Versprechen, das gegen Ende des Sommerlagers stattfand. Auch dieses Jahr nahmen wir uns wieder Zeit für die Reflexion, damit alle Gruppenkinder beim Übergang in ihre neue Stufe ihr Pfadfinderversprechen ablegen konnten. Dafür suchten wir uns einen schönen Ort am Wasser, passend zum Sonnenuntergang, um für die richtige Stimmung zu sorgen. Abgerundet wurde der Abend mit Pfadfinder-Tschai und Lagerfeuer.
Zum Abschluss des Lagers gab es den Bunten Abend: Alle Kinder wurden feierlich an der Zauberschule aufgenommen, und die Gruppenkinder konnten selbst kreative Beiträge vorstellen.
Insgesamt ein rundum gelungenes Lager – mit ganz viel Magie, wunderschönen Sternennächten, einer Sonnenfinsternis, die wir wohl alle so schnell nicht vergessen werden, guter Gemeinschaft und, wie es sich für ein Sommerlager an der Ostsee eben gehört, auch mit einigen Mücken.


